Nach einiger Zeit kommt wieder mal ein Lebenszeichen aus dem fernen Osten auf euren Bildschirm geflattert...
Die Wochen verfliegen wie im Traum, hier so weit enfernt von zu Hause, da vergess ich selbst meine Lieben zu Hause von meinem Befinden zu informieren.
Tja, wo soll ich anfangen? Am besten am Anfang: HONG KONG!
Nachdem das halbe Semester schon um ist, hat sich die Recess-Week angekündigt, das sind einwöchige Ferien, die von einheimischen Studenten zum Lernen, Projekte fertig stellen, usw genützt werden, und von Austauschstudenten zum Reisen. Und da wir ja eindeutig zu den Austauschstudenten gehören (man erkennt das an der weißen Haut und den großen Augen), hat uns das Fernweh nach Hong Kong und Macau entführt.
Nach Taxifahrt, U-Bahn-Fahrt, Busfahrt, Flug, Fähre von Macao nach Hong Kong und wieder U-Bahn sind wir schlussendlich in unserem Hostel angekommen. Unsere Unterkunft würde ich als moderat bewohnbar bezeichnen: 3er-Zimmerchen ohne Fenster, Bad-Klo-Kombination auf ca 1,5 m² (wenn überhaupt - die Türe ist gerade mal bis zur Hälfte aufgegangen weil, dann schond as Klo im Weg war); aber für Hong Kong ist das noch immer mehr als ok, vor allem für den Preis...unsere Erwartungen waren also nicht höher und wir dadurch nicht wirklich enttäuscht. Tag 2 haben wir den Victoria Peak erklommen (nicht ganz im wörtlichen Sinne, da das die Bahn für uns übernommen hat...aber wir waren halt oben), der uns einen der beeindruckensten Ausblicke unseres Lebens beschert hat: Wolkenkratzer wohin man auch schaut...! Sonntag sind wir dann unseren religiösen Wurzeln gefolgt und wollten uns zum Tempel of Ten Thousand Buddhas. Zu Beginn hatten wir zwei Devisen (die vielleicht nicht die besten waren): Die erste davon war: "Nein, wir kaufen uns keinen Schirm, weil es hört sicher gleich auf zu regnen." Die zweite war: "Einfach den vielen Chinesen mit den Opfergaben nach." --> Folgendes Ergebnis erbrachten die zwei Devisen: Drei Österreicher stehen mit 3 orangen IKEA-Schirmen auf einem Chinesischen Friedhof! Erklärung: Nachdem wir uns in der Stadt entschieden keinen Schirm leisten wollten sind wir zuerst in die New Territories gefahren, wo der Regen dann statt schwächer nur stärker wurde, weshalb wir dann zum einzigen Ort gegangen sind, an dem Regenschirme verkauft wurden: IKEA! Und da wir dann dachten, dass der durchaus beeindruckende Tempel der 10.000 Buddhas (ja, es sind wirklich 10.000) sicher von vielen Chinesen besucht wird, sind wir einfach den vielen Chinesen ( mit der Rolltreppe) nachgefahren (ja, es gibt dort Rolltreppen auf Friedhöfen, es wird auf Friedhöfen auch gegessen, getrunken, gefeiert und Karten gespielt). Nachdem wir aber keine Buddhas gesichtet haben auf dem Friedhof haben wir mal einen Sicherheitsbeamten gefragt, der uns sagte, dass es keine gute Idee ist den vielen Chinesen zu folgen und uns den Weg zum Tempel verraten hat (es war der kleinstmögliche Schleichweg mit Beschilderung auf Asiatenaugenhöhe). Der Tempel war den dann doch sehr steilen Aufstieg (diesmal ohne Lift) definitiv wert...so viel Gold im quasi-Urwald...und so viele Buddhas...sooo lustig!
Schon an den Regen gewöhnt haben wir uns dann quer durch die ganze Stadt auf den Weg zum Wetlands Park gemacht, und kamen dort eine Stunde vor Sperrstunde an...ja,...wir haben haben doch ein paar Vögel gesehen...sehr beeindruckend :)
Montag haben wir dann die Innenstadt inklusive Pier, der länsten Rolltreppe der Welt (auf der man "bezahlt" bekommt wenn man drauf fährt), einem Tempel und ein paar Märkten (mit Fischköpfen die sich noch immer bewegen) besichtigt und auch den Ladies-Market auf dem es lauter lustigen Ramsch zu kaufen gibt, der sich auch in der Nähe einiger sehr bunter, geschäftiger Einkaufsstraßen befindet, in denen man so richtig spüren kann, dass man sich in einer asiatischen Großstadt befindet. Den Tag haben wir dann mit der "Symphony of Lights" gekrönt, bei der die Wolkenkratzer von Hong Kong Island ein Lichterspiel veranstalten mit Musik und allem drum und dran, was wirklich schön anzusehen war. Und jetzt raten wir mal wen wir auf dem Weg zu dort hin getroffen haben: einen Österreicher...wir sind wirklich überall!
Dienstag haben wir dann beschlossen ein wenig Landluft zu schnuppern und sind auf Lantau Island gefahren zum berühmten Giant Buddha, dazu kann ich nur sagen: "Ja, der is wirklich ziemlich groß!" Endlich wieder mal Bergluft, um das Erlebnis zu perfektionieren, gings auch noch mit der Gondel hoch zum Giant Buddha...fast wie daheim...nur mit Buddha halt ;)
Danach sind wir noch nach Tai O gefahren, einem Fischerdorf in der Nähe, und haben dort gegessen und während dem Essen ein paar Chinesen beim Essen zugesehen: Prädikat: SEEEEHR UNAPPETITLICH! Die lieben Leute haben wirklich ein ganzes Huhn gegessen, inklusive Kopf, Füße und Innereien...das regt die Appetit nicht gerade an, noch dazu wenn man das Gefühl hat immer vom Hühnerkopf beobachtet zu werden. Beim Spaziergang durch das doch eher ärmliche Fischerdörfchen durften wir dann feststellen, dass selbst auf der schäbigsten Blechhütte eine Fernsehantenne war, da sieht man ganz eindeutig wie die Prioritäten gestetzt werden.
Mittwoch wurde dann zum Museumstag auserkoren, da Mittwochs freier Eintritt in Hong Kongs Museen ist, und am Abend haben wir wieder mal einen kleinen Ausflug ans andere Ende von Hong Kong gemacht, war aber nicht so spannend wie erwartet.
Donnerstag wurde für "die kleine Dani und die kleine Manu" zum absoluten Highlight: Wir sind nach Disneyland gefahren! Nach einer fanatischen Fahrt im Disneyland Express (in dem die Fenster die Form eines Mickey Maus Kopfes haben) sind wir im Land der Träume angekommen. Alles war dank amerikanischer Erfahrung perfekt inszeniert, Hintergrundmusik wohin man auch geht, jedes Detail stimmt und vervollständigt das ganze Bild, und schon waren Dani und Manu um ca. bzw. mind. 10 Jahre jünger! Alle fahrten wurden ausprobiert und für gut befunden...bis auf das Halloween Special mit lebenden Schauspielen in dunklen Räumen, also das war wirklich SCHIRCH! Da hatten wir dann auch noch die Extraportion Adrenalin intus. Nach einem Fotoshooting mit sämtlichen Figuren (bei dem wir von allen Asiaten im Umkreis fotografiert wurden - ich will gar nicht wissen in wie vielen chinesischen Wohnzimmern wir jetzt hängen) mussten wir uns auch schon wieder von der perfekten Welt verabschieden...schön wars.
Macau (Macao...man kann es schreiben wie man will)
Von der einen surrealen Welt haben wir uns dann in die nächste begeben: Macao. Eine Stadt, die mich doch sehr schockiert hat, weil es ihr einfach an richtigem Leben fehlt und die scheinbar nur dem Glücksspiel dient. Der Tag in Macao war wirklich schön (und unglaublich heiß), nach einem Ausflug zur fake-"Verbotenen Stadt" (die Teil eines Casinos ist), sind wir in die Altstadt gefahren, die noch viel von ihrem portugiesischen Flair behalten hat, nach einigen Keks-Kostproben haben wir dann auch noch ein wenig Sightseeing gemacht und sind dann gegen Abend Essen gegangen (das erste Steak seit Ewigkeiten - wirklich gutes Fleisch - KÖSTLICH!). Unser Ausflug in die Casinos war dann mehr als nur ernüchternd: die einarmigen Banditen haben keine Arme mehr sondern nur Knöpfe, die Leute in den Casinos sind schäbig gekleidet und die Tänzerinnen in den Casinos sind unterste Schublade (sowas dürfte sich in Europa nicht mal annähernd halb nackt in der Öffentlichkeit zeigen - das hat schon fast an die dicken Frauen erninnert, die sich in amerikanischen Talk Shows entblättern). Von außen sehen die Casinos wirklich bezaubernd aus, obwohl ein dekadentes Casino immer umkreist ist von heruntergekommenen Wohnhäusern. Danach verbrachten wir die Nacht im wohl kompaktesten Hostel der Welt: die "Augusters Lodge" ist eine normale Wohnung in die so viele Menschen wie möglich gestopft werden (das Maximum sind glaub ich 12), wir haben beispielsweise in einem 6er-Zimmer auf ca. 8 m² gewohnt, mit Stockbetten die jetzt noch Angstzustände hervorrufen, weil sie so instabil waren, dass jedes rauf- und runterklettern ein Spiel mit meinem Leben und mit dem Leben des Indonesiers unter mir war.
Unser Flug zurück ging dann am Samstag Nachmittag, so machten wir uns nach dem Frühstück auf zum Flughafen und warteten dort bis endlich unser Flieger bereit war und haben in der Schlange beim Gate noch einige Studenten der SMU getroffen (mittlerweile glaub ich schon, dass Südostasien grad mal ein besseres Graz ist). Der Flug zurück war dann doch eher abenteuerlich, da der Pilot Turbulenzen verlautbaren lies mit schlechter Sicht und uns dann damit zu beruhigen versuchte, dass er schon Flugzeuge gefunden hätte, denen er folgen könnte. Ich mein häh? Seit wann folgen Flugzeuge anderen Flugzeugen? Aber wir haben überlebt, nix is passiert und das ist die Hauptsache!
Zurück in Singapur haben dann schon unsere Freunde aus Taiwan Michi und Lisa vor unserer Tür gewartet, denen haben wir dann natürlich ein kleines Sightseeing-Programm geboten, bei dem wir Dinge gesehen haben, die noch nicht mal ich vorher gesehen hab.
LANG TENGAH
Da Singapur alleine natürlich noch nicht genug ist, haben wir dann auch noch einen Trip auf Lang Tengah organisiert, einer Insel im Nordosten von Malaysien. Das Wochenende war schlichtweg perfekt: Traumstrände, Top-Service (da mehr Angestellte als Gäste waren, weil schon Nachsaison ist), beeindruckende Schnorchel-Tripps (ich hab Nemo gefunden und Haie und Seeschlangen und noch ganz viele andere Fischis gesehen) und ganz viel Meeresrauschen beim Einschlafen. Die Strandurlaubsentspannung hat sich dann leider gleich wieder etwas verringert...nach einer elfstündigen Rückreise im Malayischen Tingelbus, in dem das Schnarchen des Ersatzbusfahrers selbst meinen MP3-Player übertönt hat...aber das war das Wochenende auf jeden Fall wert.
Die Wochen verfliegen wie im Traum, hier so weit enfernt von zu Hause, da vergess ich selbst meine Lieben zu Hause von meinem Befinden zu informieren.
Tja, wo soll ich anfangen? Am besten am Anfang: HONG KONG!
Nachdem das halbe Semester schon um ist, hat sich die Recess-Week angekündigt, das sind einwöchige Ferien, die von einheimischen Studenten zum Lernen, Projekte fertig stellen, usw genützt werden, und von Austauschstudenten zum Reisen. Und da wir ja eindeutig zu den Austauschstudenten gehören (man erkennt das an der weißen Haut und den großen Augen), hat uns das Fernweh nach Hong Kong und Macau entführt.
Nach Taxifahrt, U-Bahn-Fahrt, Busfahrt, Flug, Fähre von Macao nach Hong Kong und wieder U-Bahn sind wir schlussendlich in unserem Hostel angekommen. Unsere Unterkunft würde ich als moderat bewohnbar bezeichnen: 3er-Zimmerchen ohne Fenster, Bad-Klo-Kombination auf ca 1,5 m² (wenn überhaupt - die Türe ist gerade mal bis zur Hälfte aufgegangen weil, dann schond as Klo im Weg war); aber für Hong Kong ist das noch immer mehr als ok, vor allem für den Preis...unsere Erwartungen waren also nicht höher und wir dadurch nicht wirklich enttäuscht. Tag 2 haben wir den Victoria Peak erklommen (nicht ganz im wörtlichen Sinne, da das die Bahn für uns übernommen hat...aber wir waren halt oben), der uns einen der beeindruckensten Ausblicke unseres Lebens beschert hat: Wolkenkratzer wohin man auch schaut...! Sonntag sind wir dann unseren religiösen Wurzeln gefolgt und wollten uns zum Tempel of Ten Thousand Buddhas. Zu Beginn hatten wir zwei Devisen (die vielleicht nicht die besten waren): Die erste davon war: "Nein, wir kaufen uns keinen Schirm, weil es hört sicher gleich auf zu regnen." Die zweite war: "Einfach den vielen Chinesen mit den Opfergaben nach." --> Folgendes Ergebnis erbrachten die zwei Devisen: Drei Österreicher stehen mit 3 orangen IKEA-Schirmen auf einem Chinesischen Friedhof! Erklärung: Nachdem wir uns in der Stadt entschieden keinen Schirm leisten wollten sind wir zuerst in die New Territories gefahren, wo der Regen dann statt schwächer nur stärker wurde, weshalb wir dann zum einzigen Ort gegangen sind, an dem Regenschirme verkauft wurden: IKEA! Und da wir dann dachten, dass der durchaus beeindruckende Tempel der 10.000 Buddhas (ja, es sind wirklich 10.000) sicher von vielen Chinesen besucht wird, sind wir einfach den vielen Chinesen ( mit der Rolltreppe) nachgefahren (ja, es gibt dort Rolltreppen auf Friedhöfen, es wird auf Friedhöfen auch gegessen, getrunken, gefeiert und Karten gespielt). Nachdem wir aber keine Buddhas gesichtet haben auf dem Friedhof haben wir mal einen Sicherheitsbeamten gefragt, der uns sagte, dass es keine gute Idee ist den vielen Chinesen zu folgen und uns den Weg zum Tempel verraten hat (es war der kleinstmögliche Schleichweg mit Beschilderung auf Asiatenaugenhöhe). Der Tempel war den dann doch sehr steilen Aufstieg (diesmal ohne Lift) definitiv wert...so viel Gold im quasi-Urwald...und so viele Buddhas...sooo lustig!
Schon an den Regen gewöhnt haben wir uns dann quer durch die ganze Stadt auf den Weg zum Wetlands Park gemacht, und kamen dort eine Stunde vor Sperrstunde an...ja,...wir haben haben doch ein paar Vögel gesehen...sehr beeindruckend :)
Montag haben wir dann die Innenstadt inklusive Pier, der länsten Rolltreppe der Welt (auf der man "bezahlt" bekommt wenn man drauf fährt), einem Tempel und ein paar Märkten (mit Fischköpfen die sich noch immer bewegen) besichtigt und auch den Ladies-Market auf dem es lauter lustigen Ramsch zu kaufen gibt, der sich auch in der Nähe einiger sehr bunter, geschäftiger Einkaufsstraßen befindet, in denen man so richtig spüren kann, dass man sich in einer asiatischen Großstadt befindet. Den Tag haben wir dann mit der "Symphony of Lights" gekrönt, bei der die Wolkenkratzer von Hong Kong Island ein Lichterspiel veranstalten mit Musik und allem drum und dran, was wirklich schön anzusehen war. Und jetzt raten wir mal wen wir auf dem Weg zu dort hin getroffen haben: einen Österreicher...wir sind wirklich überall!
Dienstag haben wir dann beschlossen ein wenig Landluft zu schnuppern und sind auf Lantau Island gefahren zum berühmten Giant Buddha, dazu kann ich nur sagen: "Ja, der is wirklich ziemlich groß!" Endlich wieder mal Bergluft, um das Erlebnis zu perfektionieren, gings auch noch mit der Gondel hoch zum Giant Buddha...fast wie daheim...nur mit Buddha halt ;)
Danach sind wir noch nach Tai O gefahren, einem Fischerdorf in der Nähe, und haben dort gegessen und während dem Essen ein paar Chinesen beim Essen zugesehen: Prädikat: SEEEEHR UNAPPETITLICH! Die lieben Leute haben wirklich ein ganzes Huhn gegessen, inklusive Kopf, Füße und Innereien...das regt die Appetit nicht gerade an, noch dazu wenn man das Gefühl hat immer vom Hühnerkopf beobachtet zu werden. Beim Spaziergang durch das doch eher ärmliche Fischerdörfchen durften wir dann feststellen, dass selbst auf der schäbigsten Blechhütte eine Fernsehantenne war, da sieht man ganz eindeutig wie die Prioritäten gestetzt werden.
Mittwoch wurde dann zum Museumstag auserkoren, da Mittwochs freier Eintritt in Hong Kongs Museen ist, und am Abend haben wir wieder mal einen kleinen Ausflug ans andere Ende von Hong Kong gemacht, war aber nicht so spannend wie erwartet.
Donnerstag wurde für "die kleine Dani und die kleine Manu" zum absoluten Highlight: Wir sind nach Disneyland gefahren! Nach einer fanatischen Fahrt im Disneyland Express (in dem die Fenster die Form eines Mickey Maus Kopfes haben) sind wir im Land der Träume angekommen. Alles war dank amerikanischer Erfahrung perfekt inszeniert, Hintergrundmusik wohin man auch geht, jedes Detail stimmt und vervollständigt das ganze Bild, und schon waren Dani und Manu um ca. bzw. mind. 10 Jahre jünger! Alle fahrten wurden ausprobiert und für gut befunden...bis auf das Halloween Special mit lebenden Schauspielen in dunklen Räumen, also das war wirklich SCHIRCH! Da hatten wir dann auch noch die Extraportion Adrenalin intus. Nach einem Fotoshooting mit sämtlichen Figuren (bei dem wir von allen Asiaten im Umkreis fotografiert wurden - ich will gar nicht wissen in wie vielen chinesischen Wohnzimmern wir jetzt hängen) mussten wir uns auch schon wieder von der perfekten Welt verabschieden...schön wars.
Macau (Macao...man kann es schreiben wie man will)
Von der einen surrealen Welt haben wir uns dann in die nächste begeben: Macao. Eine Stadt, die mich doch sehr schockiert hat, weil es ihr einfach an richtigem Leben fehlt und die scheinbar nur dem Glücksspiel dient. Der Tag in Macao war wirklich schön (und unglaublich heiß), nach einem Ausflug zur fake-"Verbotenen Stadt" (die Teil eines Casinos ist), sind wir in die Altstadt gefahren, die noch viel von ihrem portugiesischen Flair behalten hat, nach einigen Keks-Kostproben haben wir dann auch noch ein wenig Sightseeing gemacht und sind dann gegen Abend Essen gegangen (das erste Steak seit Ewigkeiten - wirklich gutes Fleisch - KÖSTLICH!). Unser Ausflug in die Casinos war dann mehr als nur ernüchternd: die einarmigen Banditen haben keine Arme mehr sondern nur Knöpfe, die Leute in den Casinos sind schäbig gekleidet und die Tänzerinnen in den Casinos sind unterste Schublade (sowas dürfte sich in Europa nicht mal annähernd halb nackt in der Öffentlichkeit zeigen - das hat schon fast an die dicken Frauen erninnert, die sich in amerikanischen Talk Shows entblättern). Von außen sehen die Casinos wirklich bezaubernd aus, obwohl ein dekadentes Casino immer umkreist ist von heruntergekommenen Wohnhäusern. Danach verbrachten wir die Nacht im wohl kompaktesten Hostel der Welt: die "Augusters Lodge" ist eine normale Wohnung in die so viele Menschen wie möglich gestopft werden (das Maximum sind glaub ich 12), wir haben beispielsweise in einem 6er-Zimmer auf ca. 8 m² gewohnt, mit Stockbetten die jetzt noch Angstzustände hervorrufen, weil sie so instabil waren, dass jedes rauf- und runterklettern ein Spiel mit meinem Leben und mit dem Leben des Indonesiers unter mir war.
Unser Flug zurück ging dann am Samstag Nachmittag, so machten wir uns nach dem Frühstück auf zum Flughafen und warteten dort bis endlich unser Flieger bereit war und haben in der Schlange beim Gate noch einige Studenten der SMU getroffen (mittlerweile glaub ich schon, dass Südostasien grad mal ein besseres Graz ist). Der Flug zurück war dann doch eher abenteuerlich, da der Pilot Turbulenzen verlautbaren lies mit schlechter Sicht und uns dann damit zu beruhigen versuchte, dass er schon Flugzeuge gefunden hätte, denen er folgen könnte. Ich mein häh? Seit wann folgen Flugzeuge anderen Flugzeugen? Aber wir haben überlebt, nix is passiert und das ist die Hauptsache!
Zurück in Singapur haben dann schon unsere Freunde aus Taiwan Michi und Lisa vor unserer Tür gewartet, denen haben wir dann natürlich ein kleines Sightseeing-Programm geboten, bei dem wir Dinge gesehen haben, die noch nicht mal ich vorher gesehen hab.
LANG TENGAH
Da Singapur alleine natürlich noch nicht genug ist, haben wir dann auch noch einen Trip auf Lang Tengah organisiert, einer Insel im Nordosten von Malaysien. Das Wochenende war schlichtweg perfekt: Traumstrände, Top-Service (da mehr Angestellte als Gäste waren, weil schon Nachsaison ist), beeindruckende Schnorchel-Tripps (ich hab Nemo gefunden und Haie und Seeschlangen und noch ganz viele andere Fischis gesehen) und ganz viel Meeresrauschen beim Einschlafen. Die Strandurlaubsentspannung hat sich dann leider gleich wieder etwas verringert...nach einer elfstündigen Rückreise im Malayischen Tingelbus, in dem das Schnarchen des Ersatzbusfahrers selbst meinen MP3-Player übertönt hat...aber das war das Wochenende auf jeden Fall wert.
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