Was passiert wenn man eine kernölverwöhnte Oststeirerin in den sojasoßenverseuchten fernen Osten schickt...?

Monday, October 20, 2008

Hong Kong, Macau, Lang Tengah

Nach einiger Zeit kommt wieder mal ein Lebenszeichen aus dem fernen Osten auf euren Bildschirm geflattert...

Die Wochen verfliegen wie im Traum, hier so weit enfernt von zu Hause, da vergess ich selbst meine Lieben zu Hause von meinem Befinden zu informieren.

Tja, wo soll ich anfangen? Am besten am Anfang: HONG KONG!

Nachdem das halbe Semester schon um ist, hat sich die Recess-Week angekündigt, das sind einwöchige Ferien, die von einheimischen Studenten zum Lernen, Projekte fertig stellen, usw genützt werden, und von Austauschstudenten zum Reisen. Und da wir ja eindeutig zu den Austauschstudenten gehören (man erkennt das an der weißen Haut und den großen Augen), hat uns das Fernweh nach Hong Kong und Macau entführt.

Nach Taxifahrt, U-Bahn-Fahrt, Busfahrt, Flug, Fähre von Macao nach Hong Kong und wieder U-Bahn sind wir schlussendlich in unserem Hostel angekommen. Unsere Unterkunft würde ich als moderat bewohnbar bezeichnen: 3er-Zimmerchen ohne Fenster, Bad-Klo-Kombination auf ca 1,5 m² (wenn überhaupt - die Türe ist gerade mal bis zur Hälfte aufgegangen weil, dann schond as Klo im Weg war); aber für Hong Kong ist das noch immer mehr als ok, vor allem für den Preis...unsere Erwartungen waren also nicht höher und wir dadurch nicht wirklich enttäuscht. Tag 2 haben wir den Victoria Peak erklommen (nicht ganz im wörtlichen Sinne, da das die Bahn für uns übernommen hat...aber wir waren halt oben), der uns einen der beeindruckensten Ausblicke unseres Lebens beschert hat: Wolkenkratzer wohin man auch schaut...! Sonntag sind wir dann unseren religiösen Wurzeln gefolgt und wollten uns zum Tempel of Ten Thousand Buddhas. Zu Beginn hatten wir zwei Devisen (die vielleicht nicht die besten waren): Die erste davon war: "Nein, wir kaufen uns keinen Schirm, weil es hört sicher gleich auf zu regnen." Die zweite war: "Einfach den vielen Chinesen mit den Opfergaben nach." --> Folgendes Ergebnis erbrachten die zwei Devisen: Drei Österreicher stehen mit 3 orangen IKEA-Schirmen auf einem Chinesischen Friedhof! Erklärung: Nachdem wir uns in der Stadt entschieden keinen Schirm leisten wollten sind wir zuerst in die New Territories gefahren, wo der Regen dann statt schwächer nur stärker wurde, weshalb wir dann zum einzigen Ort gegangen sind, an dem Regenschirme verkauft wurden: IKEA! Und da wir dann dachten, dass der durchaus beeindruckende Tempel der 10.000 Buddhas (ja, es sind wirklich 10.000) sicher von vielen Chinesen besucht wird, sind wir einfach den vielen Chinesen ( mit der Rolltreppe) nachgefahren (ja, es gibt dort Rolltreppen auf Friedhöfen, es wird auf Friedhöfen auch gegessen, getrunken, gefeiert und Karten gespielt). Nachdem wir aber keine Buddhas gesichtet haben auf dem Friedhof haben wir mal einen Sicherheitsbeamten gefragt, der uns sagte, dass es keine gute Idee ist den vielen Chinesen zu folgen und uns den Weg zum Tempel verraten hat (es war der kleinstmögliche Schleichweg mit Beschilderung auf Asiatenaugenhöhe). Der Tempel war den dann doch sehr steilen Aufstieg (diesmal ohne Lift) definitiv wert...so viel Gold im quasi-Urwald...und so viele Buddhas...sooo lustig!

Schon an den Regen gewöhnt haben wir uns dann quer durch die ganze Stadt auf den Weg zum Wetlands Park gemacht, und kamen dort eine Stunde vor Sperrstunde an...ja,...wir haben haben doch ein paar Vögel gesehen...sehr beeindruckend :)

Montag haben wir dann die Innenstadt inklusive Pier, der länsten Rolltreppe der Welt (auf der man "bezahlt" bekommt wenn man drauf fährt), einem Tempel und ein paar Märkten (mit Fischköpfen die sich noch immer bewegen) besichtigt und auch den Ladies-Market auf dem es lauter lustigen Ramsch zu kaufen gibt, der sich auch in der Nähe einiger sehr bunter, geschäftiger Einkaufsstraßen befindet, in denen man so richtig spüren kann, dass man sich in einer asiatischen Großstadt befindet. Den Tag haben wir dann mit der "Symphony of Lights" gekrönt, bei der die Wolkenkratzer von Hong Kong Island ein Lichterspiel veranstalten mit Musik und allem drum und dran, was wirklich schön anzusehen war. Und jetzt raten wir mal wen wir auf dem Weg zu dort hin getroffen haben: einen Österreicher...wir sind wirklich überall!

Dienstag haben wir dann beschlossen ein wenig Landluft zu schnuppern und sind auf Lantau Island gefahren zum berühmten Giant Buddha, dazu kann ich nur sagen: "Ja, der is wirklich ziemlich groß!" Endlich wieder mal Bergluft, um das Erlebnis zu perfektionieren, gings auch noch mit der Gondel hoch zum Giant Buddha...fast wie daheim...nur mit Buddha halt ;)
Danach sind wir noch nach Tai O gefahren, einem Fischerdorf in der Nähe, und haben dort gegessen und während dem Essen ein paar Chinesen beim Essen zugesehen: Prädikat: SEEEEHR UNAPPETITLICH! Die lieben Leute haben wirklich ein ganzes Huhn gegessen, inklusive Kopf, Füße und Innereien...das regt die Appetit nicht gerade an, noch dazu wenn man das Gefühl hat immer vom Hühnerkopf beobachtet zu werden. Beim Spaziergang durch das doch eher ärmliche Fischerdörfchen durften wir dann feststellen, dass selbst auf der schäbigsten Blechhütte eine Fernsehantenne war, da sieht man ganz eindeutig wie die Prioritäten gestetzt werden.

Mittwoch wurde dann zum Museumstag auserkoren, da Mittwochs freier Eintritt in Hong Kongs Museen ist, und am Abend haben wir wieder mal einen kleinen Ausflug ans andere Ende von Hong Kong gemacht, war aber nicht so spannend wie erwartet.

Donnerstag wurde für "die kleine Dani und die kleine Manu" zum absoluten Highlight: Wir sind nach Disneyland gefahren! Nach einer fanatischen Fahrt im Disneyland Express (in dem die Fenster die Form eines Mickey Maus Kopfes haben) sind wir im Land der Träume angekommen. Alles war dank amerikanischer Erfahrung perfekt inszeniert, Hintergrundmusik wohin man auch geht, jedes Detail stimmt und vervollständigt das ganze Bild, und schon waren Dani und Manu um ca. bzw. mind. 10 Jahre jünger! Alle fahrten wurden ausprobiert und für gut befunden...bis auf das Halloween Special mit lebenden Schauspielen in dunklen Räumen, also das war wirklich SCHIRCH! Da hatten wir dann auch noch die Extraportion Adrenalin intus. Nach einem Fotoshooting mit sämtlichen Figuren (bei dem wir von allen Asiaten im Umkreis fotografiert wurden - ich will gar nicht wissen in wie vielen chinesischen Wohnzimmern wir jetzt hängen) mussten wir uns auch schon wieder von der perfekten Welt verabschieden...schön wars.

Macau (Macao...man kann es schreiben wie man will)

Von der einen surrealen Welt haben wir uns dann in die nächste begeben: Macao. Eine Stadt, die mich doch sehr schockiert hat, weil es ihr einfach an richtigem Leben fehlt und die scheinbar nur dem Glücksspiel dient. Der Tag in Macao war wirklich schön (und unglaublich heiß), nach einem Ausflug zur fake-"Verbotenen Stadt" (die Teil eines Casinos ist), sind wir in die Altstadt gefahren, die noch viel von ihrem portugiesischen Flair behalten hat, nach einigen Keks-Kostproben haben wir dann auch noch ein wenig Sightseeing gemacht und sind dann gegen Abend Essen gegangen (das erste Steak seit Ewigkeiten - wirklich gutes Fleisch - KÖSTLICH!). Unser Ausflug in die Casinos war dann mehr als nur ernüchternd: die einarmigen Banditen haben keine Arme mehr sondern nur Knöpfe, die Leute in den Casinos sind schäbig gekleidet und die Tänzerinnen in den Casinos sind unterste Schublade (sowas dürfte sich in Europa nicht mal annähernd halb nackt in der Öffentlichkeit zeigen - das hat schon fast an die dicken Frauen erninnert, die sich in amerikanischen Talk Shows entblättern). Von außen sehen die Casinos wirklich bezaubernd aus, obwohl ein dekadentes Casino immer umkreist ist von heruntergekommenen Wohnhäusern. Danach verbrachten wir die Nacht im wohl kompaktesten Hostel der Welt: die "Augusters Lodge" ist eine normale Wohnung in die so viele Menschen wie möglich gestopft werden (das Maximum sind glaub ich 12), wir haben beispielsweise in einem 6er-Zimmer auf ca. 8 m² gewohnt, mit Stockbetten die jetzt noch Angstzustände hervorrufen, weil sie so instabil waren, dass jedes rauf- und runterklettern ein Spiel mit meinem Leben und mit dem Leben des Indonesiers unter mir war.

Unser Flug zurück ging dann am Samstag Nachmittag, so machten wir uns nach dem Frühstück auf zum Flughafen und warteten dort bis endlich unser Flieger bereit war und haben in der Schlange beim Gate noch einige Studenten der SMU getroffen (mittlerweile glaub ich schon, dass Südostasien grad mal ein besseres Graz ist). Der Flug zurück war dann doch eher abenteuerlich, da der Pilot Turbulenzen verlautbaren lies mit schlechter Sicht und uns dann damit zu beruhigen versuchte, dass er schon Flugzeuge gefunden hätte, denen er folgen könnte. Ich mein häh? Seit wann folgen Flugzeuge anderen Flugzeugen? Aber wir haben überlebt, nix is passiert und das ist die Hauptsache!

Zurück in Singapur haben dann schon unsere Freunde aus Taiwan Michi und Lisa vor unserer Tür gewartet, denen haben wir dann natürlich ein kleines Sightseeing-Programm geboten, bei dem wir Dinge gesehen haben, die noch nicht mal ich vorher gesehen hab.

LANG TENGAH

Da Singapur alleine natürlich noch nicht genug ist, haben wir dann auch noch einen Trip auf Lang Tengah organisiert, einer Insel im Nordosten von Malaysien. Das Wochenende war schlichtweg perfekt: Traumstrände, Top-Service (da mehr Angestellte als Gäste waren, weil schon Nachsaison ist), beeindruckende Schnorchel-Tripps (ich hab Nemo gefunden und Haie und Seeschlangen und noch ganz viele andere Fischis gesehen) und ganz viel Meeresrauschen beim Einschlafen. Die Strandurlaubsentspannung hat sich dann leider gleich wieder etwas verringert...nach einer elfstündigen Rückreise im Malayischen Tingelbus, in dem das Schnarchen des Ersatzbusfahrers selbst meinen MP3-Player übertönt hat...aber das war das Wochenende auf jeden Fall wert.

Monday, September 22, 2008

Meine Gruppenmitglieder...

Nach einem Tag voller Gruppenarbeit (entweder Vorbereitung oder Meeting) habe ich mich entschlossen meinen durchaus speziellen Gruppenmitgliedern einen Blogeintrag zu widmen, da Gruppenarbeit doch einen Großteil der Arbeit für die Uni ausmacht.

Meine Gruppe in Negotiation (Verhandlungstechnik)
Bestehend aus zwei Inderinnen, einem Singapurer, einer Dänin und meiner Wenigkeit ist für Abwechslung durchaus gesorgt...obwohl die Abwechslung immer etwas später startet, da Verspätungen um MINDESTENS 30 Minuten zum Programm gehören...was durchaus ärgerlich sein kann, wenn das Meeting für 60 Minuten angesetzt war. Zumindest einmal hat sich das Warten durchaus gelohnt, da wir nach dem Meeting indisch essen gegangen sind....es war köstlich...und sie sind auch wirklich supernett...nur verderben einige schlechte Angewohnheiten (zu spät kommen, die vorgegebene Arbeit nicht erledigen usw) ein wenig das Bild.

Meine Management of People at Work Gruppe (Management von Menschen bei der Arbeit)
Bestehend aus 2 Singapurerinnen und 2 Singapurern bin ich von Singlish umgeben (was bedeutet, dass ich ca. 50% von dem was gesprochen wird nicht verstehe...) die fehlenden 50% werden von mir eingebracht, weil Proaktivität und Fokussierung nicht zu ihren allergrößten Stärken gehören...so ist es keine Seltenheit, dass während einem Gruppenmeeting mal Ausflüge zum gemacht werden, beispielsweise zum Drucker. Eine kleine Anekdote von meinem liebsten Gruppenmitglied Melissa: In unserem ersten Meeting ist der lieben Melissa plötzlich gekommen, dass sie gaaaaaanz dringend was ausdrucken muss...nach ihrer glorreichen Rückkehr vom Druckerraum stand die Frage in der Luft, was denn nun so dringend gewesen wäre. Ihre doch etwas überraschende Antwort: "Mein Hund hat heute seinen ersten Geburtstag, und ich hab noch das Rezept für den Kuchen ausdrucken müssen..." DAS IST NATÜÜÜÜÜRLICH VERSTÄNDLICH! HÄH? Wenn ihr nun glaubt, dass dies das Highlight der Story war (wie ich das Anfangs auch glaubte) täuscht ihr euch aber gewaltigst! Heute hab ich mir wiedermal erlaubt ins Facebook zu schauen (wo man immer die aktuellsten Fotos von seinen "Freunden" sieht) und jetzt ratet mal was mich erwartet hat....ICH SAGE NICHTS! Ich zeigs euch viel, viel lieber!





















Zu Guter Letzt:

Meine Introduction to Physical Sciences Gruppe (Einführung in die Naturwissenschaften)
Da ich erst ein offizielles Meeting mit ihnen hatte will ich mich gar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen...es scheinen alle ganz nett zu sein (für die Tatsache, dass ich mich einfach in die Gruppe gedrängt habe). Besonders der Gruppenchef findet mich uuuuuuunglaublich super, weil ich Europäerin bin und er nächstes Semester auf Austausch in Frankreich ist...ich glaub das sagt schon einiges.

Sodale, dann werd ich wieder mal was machen, was die anderen vergessen haben...

Sunday, September 21, 2008

Pulau Rawa, Melaka....das Studentenleben

Wieder DA!

Zuallererst darf ich euch eine freudige Nachricht verkünden: Raum, Zeit, Lust (hervorgerufen durch Nachfrage), technische Gegebenheiten und dementsprechend viele Fotos haben mich dazu verleitet eine eigene Fotopage zu erstellen: den Link findet ihr rechts oben...einfach draufklicken und los gehts!

Nun ein Update der letzten zwei Wochen:

PULAU RAWA

Durch freundliche Unterstützung der, einer lieben Bekannten aus Österreich, die hier ihr Praktikum macht, war es mir möglich vor zwei Wochen ein Wochenende auf Pulau Rawa zu verbringen, einer Insel, auf der genau zwei Hotels sind, deren Kapazität nicht sehr groß ist...was bedeutet - das Paradies wird nicht gestört (trotzdem haben wir es geschafft uuuuuuunglaublich viele Deutsche auf der Insel zu finden). Es war einfach herrlich stundenlang an weißen Sandstränden zu liegen, dabei aufs türkise Meer hinauszusehen...im Schatten einer Palme. Unsere Tätigkeiten an diesem Wochenende beschränkten sich auf Essen(All you can eat - wuhuuuuuuuu!), Trinken, Schwimmen, Schnorcheln, Fotoshootings, Europäer kennen lernen und Muscheln sammeln - Urlaub für 60-Jährige (wie Doreen es nennen würde), aber trotzdem traumhaft! HERRLICH war es!

MELAKA

Da dieses Wochenende unser lieber Studienkollege Leo aus dem noch ferneren Osten (Japan) zu Besuch gekommen ist war die Bestrebung da etwas gaaaanz besonderes zu machen...nachdem sämtliche Inselplanungen durch ausgebuchte Hostels oder zu anstrengende Anreisewege zunichte gemacht wurden entschieden wir uns für eine schlichte Busfahrt nach Melaka, einer Küstenstadt im Westen von Malaysien. Die Stadt stand früher unter Holländischer (passenderweise wurden wir von zwei Holländern begleitet) und unter Portugiesischer Herrschaft...was man der Stadt auch ansehen kann...aber die Tatsache, dass sich die Stadt in Asien befindet ist trotzdem vordergründig. Wie die meisten Städte die es hier gibt zeigt auch Melaka den Unterschied zwischen arm und reich ganz eindeutig, einerseits eine riesige Shopping-Mall mit westlichen Marken...andererseits Slums an jeder Ecke, sobald man das historische Zentrum verlässt...

Ich vergleiche Melaka ganz gerne mit dem Bratislava des fernen Ostens: man sollte es gesehen haben, weil die Busverbindung dort hin toll ist, es gibt unglaublich gemütliche Kaffees und Restaurants, einfach nur um gemütlich was Trinken oder Essen zu gehen, man kann begrenzt ein klein wenig Sightseeing machen, aber nach einem Tag ist man wieder ganz froh Heim fahren zu können...

Genau das haben wir auch gemacht, wir waren einen Tag dort, haben gegessen, getrunken und geshoppt, ein wenig die Stadt besichtigt und haben dann heute aufgrund von Schlechtwetter quasi fluchtartig die Stadt verlassen.

DAS LEBEN IN SINGAPUR

Da das Semester langsam aber doch auf seinen Mittelpunkt zugeht (die Recess-Week: FERIEN!) ist doch einiges für die Uni zu tun...Präsentationen...bei manchen auch Zwischenprüfungen...und das merkt man selbst aber vor allem merkt man es an den lokalen Mitstudenten. Nun denkt man sich: Na klar, die haben ja unglaublich viel zu tun...ja, haben sie auch, aber das noch größere Problem ist ihre Arbeitsweise...Gruppenmeetings stehen an der Tagesordnung...aber produktives Arbeiten ist dort nicht zu finden, was in Österreich ca. 30 min braucht ist hier ein Prozess von mindestens 3 Meetings à 2 Stunden, da Entscheidungsfindung und konzentriertets Arbeiten schwer zu finden sind. Wer also glaubt, dass Europäische Meetings unproduktiv sind sollte mal hierher kommen...

Das allgemeine tägliche Leben ist noch immer sehr angenehm, ich genieße die Temperaturen, das Essen hier ist hervorragend, abwechslungsreich und unglaublich billig. Es ist unglaublich interessant immer wieder neue Kleinigkeiten zu entdecken, die einfach ganz anders sind als in Europa...sehr erfrischend!

Was für ganz Singapur sehr erfrischend sein wird, ist der Grand Prix in Singapur nächstes Wochenende: der erste Nachtgrandprix und sowieso der erste Grand Prix in Singapur...obwohl ich selbst nicht so sehr F1 begeistert bin freu ich mich doch schon sehr, wir haben ja Tickets für Sonntag...wenn wir schon da sind!

Tuesday, September 9, 2008

Kuala Lumpur, Pulau Tioman und Leben...so allgemein

Hallo meine Lieben...es gibt wieder einmal Neuigkeiten aus dem unglaublich fernen Osten...

Erschreckenderweise habe ich festgestellt, dass es schon wieder Ewigkeiten aus, ist, dass ich meinen Freunden aus dem Westen ein Lebenszeichen geliefert habe...und hier ist es...DAS LEBENSZEICHEN!

Zuallererst darf ich auch etwas unglaubliches...und zwar unglaublich tolles mitteilen: Wir haben WLAN in der Wohnung..es hat schon niemand mehr daran geglaubt...aber wir haben es! Wunder geschehen noch...auch in Singapur :) Das ganze bedeutet, dass ich dann vielleicht auch irgendwann einmal (wenn mich die Muse packt, ich in dem Moment nichts zu tun hab, und halt einfach der perfekte Moment sich vor mich hinstellt und sagt "benütz mich") dann werd ich auch mal Fotos raufladen.

Und nun zum wichtigen Teil: How is life! GREAT!

KUALA LUMPUR

Vor ein paar Wochen haben wir spontan einen Wochenendausflug nach Kuala Lumpur gestartet. In der Begleitung von zwei Dänen (von denen wimmelts hier nur so) sind wir unsere spannende Fahrt mit dem Nachtzug von Singapur nach KL angetreten...und schwups...9 Stunden und zwei Grenzkontrollen (einmal Ausreise und einmal Einreise) später standen wir in KL und freundeten uns mit der Malayischen Sprache an...die mehr als nur lustig klingt. Mit vollen Biss starteten wir in den neuen Tag und besorgten uns gleich mal Tickets für die Petronas Towers (die der Mittelpunkt unseres ganzen Besuchs waren...besonders für Lucky...der auf der Jagd nach dem perfekten Petronas Towers Foto war...dauernd) um uns danach auf der Suche nach einer gaaaaanz besondern Moschee in den Ghettos von KL zu verirren...aber durch eine besonders nette Taxifahrerin (die uns ganz sicher viel zu viel verrechnet hat...wie das hier alle Taxifahrer tun) haben wir dann auch wieder heim gefunden...die gesuchte Moschee wurde uns dann übrigens als unspektakulär beschrieben und deshalb auch nie wieder gesucht.
Nach den ersten "Shoppingversuchen" in KL wars dann endlich soweit und wir durften auf die Brücke zwischen den Petronas Towers...was im Endeffekt gar nicht sooo beeindruckend war...aber trotzdem unglaublich cool!

Tag 2 sollte uns wieder hoch hinaus bringen nämlich auf den Menara Tower, ein Fernsehturm in KL, von dem die Aussicht wesentlich besser sein sollte, als von der Brücke in/auf/neben den Petronas Towers. Und das war sie! Gepackt von der Faszination sämtlicher Touristenattraktionen Malaysiens haben wir uns darauf hin gleich mit dem nächsten Taxifahrer auf einen sehr einseitigen Deal eingelassen (ooooh, Überraschung...der Deal war vorteilhafter für ihn als für uns), er sollte uns zu einer tollen Moschee, einer tollen Fabrik und den Batu Caves (ganz tollen Tempel-Hölen) bringen...wir haben die tolle Moschee gesehen (in der Frauen wirklich sehr stilvolle Outfits zugeteilt bekommen...das Kloster lässt grüßen), auch die tollen Hölen und zusätzlich haben wir auch noch eine kleine Kaffeefahrt unternommen...die uns aber sehr unbeeindruckt lies - als kein Lob für unseren Fahrer...nein, nein. Das absolute Highlight des Tages folgte aber noch...wir entdeckten Shopping in KL...wo die Preise mal wirklich klein sind...und wo handeln fast wichtiger als Kaufen ist, für Europäer gehts dabei sowieso meistens mehr ums Ego, als um die finanzielle Ersparnis...wobei ich erwähnen muss, dass ich mir einen unglaublich coolen Tramper-Rucksack um € 30 gesichert hab und natürlich ganz originale Onitsuka Tiger (die wirklich echt ausschauen, und sogar Leder und angenehm zu tragen sind) um € 18...von Gucci, Prada und Co hab ich mich eher ferngehalten...obwohl sie dort tausendfach vertreten sind...ob fake oder nicht sei dahingestellt ;)

Erschreckenderweise war das noch immer nicht das ABSOLUTE Highlight...dieses Highlight zumindest in kulinarischer Hinsicht folgte noch...das Abendessen. Nach einem ewig langen Spaziergang (andere würden es evtl. als "verlaufen" bezeichnen") unter Philipps Anleitung (der auch schon die Woche davor in KL bei Bekannten war) fanden wir das von ihm bereits getestet "Restaurant", bekannt für hervorragendes Seafood. Vom optischen Eindruck her (wenn man rein nach europäischem Standard misst) nicht sehr ansprechend...doch die Geschmacksnerven behaupteten danach das Gegenteil...nach einem typisch asiatischen Mal (alle Gericht werden auf den Tisch gestellt und jeder kann sich von allem nehmen) das von Krabbe, über Muscheln, bis Tintenfisch alles inkludierte, war ich mehr als nur beeindruckt...es war wirklich eines der besten Essen, das ich jemals hatte...alle die mich kennen wissen was das heißt!

Um der Krönung, der Krönung noch die Krönung zu bieten, sind Manu, die zwei Dänen und ich dann noch in die "Skybar" im Traders Hotel gefahren. Dekadent? Ja, ohne Frage! Aber das wars wert...die Aussicht war der HAMMER...direkt vor den Petronas Towers...bei Nacht...unglaublich...bis dort hin hatte ich selten so etwas schönes gesehen...aber das sollte noch getopt werden in den folgenden Wochen!

Die letzten zwei KL Tage waren eher unspektakulär: Petronas Towers...um das perfekte Foto zu bekommen, Shoppen, chillen...einfach gemütlich! Und dann wieder back to Singapore via Nachtzug, was nicht sehr gemütlich war - aber was solls ;)

PULAU TIOMAN

Da unsere Liebe zu Malaysien nun entfacht war, beschlossen wir am Wochenende darauf gleich wieder unserer Reiselust ein wenig Befriedigung zu verschaffen - PULAU TIOMAN! First of all, die Vorbereitung und die Anreise selbst waren CHAOS PUR! Der Plan war: viele Austauschstudenten, eine Insel, voll viel Party!...hat nicht geklappt...war als planungsliebende, sicherheitsbedürftige Vollblutösterreicher waren die einzigen, die sich eine Unterkunft sicherten - und zwar an einem anderen Strand als, dem der von den anderen Austauschstudenten gewünscht war...soviel dazu...als nicht wirklich Party. Aber nun von Anfang an: In aller Herrgottsfrühe am Freitag sind vier unglaublich müde Österreicher in Singapur in ein Taxi gestiegen und hatten die übliche "Bescheißt er uns wohl um viel Geld"-Diskussion...zu unserer Überraschung sagte der Taxifahrer darauf "You speak German"...ganz erschrocken stellten wir dann fest, dass er nur Basics wie "Guten Morgen, lah" konnte...aber unseren intellektuellen Morgengesprächen nicht folgen konnte (Anmerkung: "lah" ist singlisch und hat keine wirkliche Bedeutung, aber sie hängens einfach überall an). Mit dem Bus, und in Holländischer Begleitung (die uns dann wieder verlassen hat, als es um die Wahl des Strandes ging) machten wir uns dann auf den Weg zur Grenze (Johor Bahru...für die vollen Insider), wo unser Masterplan dann war uns ein günstiges Taxi zu schnappen...was aber nicht klappte...um dann noch auf die anderen Austauschis zu warten und uns ein Taxi mit ihnen zu teilen...nach zwei Stunden Taxifahrt, durch Kokospalmenwälder und Affenspielplätzen, kamen wir dann endlich in Mersing an - wo die Fähre nach Tioman wartete. Der erste Eindruck von Tioman: PARADIES! Unsere Unterkunft, war in einem winzig kleinen Inseldörfchen, das hauptsächlich vom Tourismus lebt, aber trotzdem nichts von seinem Charme verloren hat, die Menschen scheinen gar nicht zu merken, dass da auch Touristen sind...obwohl wir doch irgendwie anders ausschauen ;) Alles auf Tioman ist irgendwie langsamer...aber das kann man gerne akzeptieren, für einen traumhaften Ausblick auf einen menschenleeren Strand vor der Tür...umringt von Palmen akzeptier ich einiges - vor allem lernt man es mit der Zeit zu schätzen, dass alles etwas langsamer ist...weil es einfach um einiges entspannter ist, wenn die Zeit nicht dahinrennt.

Der zweite Tag überraschte uns dann mit "Neuankömmlingen", unsere 3 Lieblingsjapaner und ein Holländer (ja, noch ein Holländer) haben sich für einen Kurzkurzkurzurlaub angeschlossen. Voller Freude stürzten wir uns dann ins Vergnügen eines Schnorchel-Ausflugs, der es in sich hatte. Innerhalb von kürzester Zeit habe ich die beeindruckenste (by the way auch erste und bisher einzige) Korallenlandschaft, den atemberaubendsten Strand (mit verdammter Seychellen-Ähnlichkeit) und die röteste Hinterseite eines Menschen (meine) meins Lebens gesehen. Ja, es war ein unglaublich toller Tag...und vielleicht stell ich ja mal Fotos ins Internet davon. Ansonsten könnt ihr auch einfach ganz pauschal neidisch sein ;) Den Rest der Zeit verbrachten wir einfach nur mit gut essen (zu Preisen von denen jeder Europäer nur Träumen kann) ein bisschen schwimmen, und ganz viel entspannen!

LIFE IN SINGAPORE

Das Leben in Singapur ist eigen...besonders die Menschen. So offen sie uns am Anfang erscheinen sind, so verschlossen erscheinen sie wenn man mit ihnen im Team arbeiten soll (nebenbei: ich habe in jedem Kurs mindestens eine Gruppenarbeit), ich will das jetzt natürlich nicht verallgemeinern (aber 2 von 3 Gruppen bestätigen meine Theorie). Und an die asiatischen Arbeitsweisen muss man sich auch erst mal gewöhnen. Allgmein ist zu den Kursen zu sagen, dass alles sehr auf Singapur ausgerichtet ist, wo Gesetze und Regeln den Alltag bestimmen und auch mit großer Akzeptanz begrüßt werden...kritisches Denken ist also nur in Grenzen erwünscht.

Die öffentlichen Verkehrsmittel haben mittlerweile schon einen Status erreicht an dem ich sagen kann: Ich kann nicht ohne sie, aber mit ihnen kann ich auch nicht wirklich...vor allem die ewigen Wartezeiten (da wir ja nur eine Busverbindung haben) und das EWIGE Stehen im Bus machen das Leben nicht unbedingt leichter...*jammerjammer*

Ganz ehrlich muss ich sagen, Singapur ist eine Stadt in der man alles haben kann, meist zu erschwinglischen Preisen und in passendem Ausmaß...und ich würd mein Auslandssemster gegen kein anderes tauschen wollen...das Wetter passt, die Möglichkeiten der Stadt zu entfliehen sind perfekt, und ich hab selten so oft gut und billig gegessen wie hier....I LOVE FOODCOURTS!

So...stay tuned for my next entry...!

Wednesday, August 20, 2008

Hello again...

Früher als erwartet starte ich den nächsten Angriff auf eure Neugier...da ich natürlich davon ausgehe, dass ihr ALLE unglaublich gespannt seit was so läuft am (fast) anderen Ende der Welt...

Seit meinem letzten Blog ist jetzt schon wieder ca. 1 Woche vergangen in der wir Singapur und Umgebung unsicher gemacht haben...

Unser nächstes großes Happening nach meinem letzten Eintrag war unser Orientation Day: Sehr organisiert (besonders beeindruckt war ich von der 0,3 l Wasserflasche mit SMU-Logo die ausgeteilt wurde - GESCHENKE!) wurde uns mitgteilt, dass in Asien alles GAAAAAAAAAAAAAAANZ anders ist als in Europa. Ironischerweise wurde uns das von einer Französin mitgeteilt, die Head of International Relations an der SMU ist. Um dem ganzen noch eine Spur von Spaß zu verpassen hat eben diese Französin noch die Namen sämtlicher Austauschstudenten verlesen, was für seeeeehr viel Gelächter gesorgt hat (die Aussprache der asiatischen Namen war eben manchesmal nicht ganz korrekt).

Um das Gelächter ganz schnell wieder zu beenden wurden wir von einer anderen SMU-Mitarbeiterin mit Singlish beschallt, das sich gewaschen hat...323 Austauschstudenten saßen im Hörsaal und haben rein gar nichts verstanden....WELCOME TO SINGAPORE!

Apropos Hörsaal: Die Ausstattung der SMU ist ca. 10 Mal so gut wie die Ausstattung unserer FH, die wiederum um einige Male besser ist als die Ausstattung jeder Uni in Österreich...das Auditorium vom ersten Tag stellte sogar den Großteil aller österreichischen Kinos in den Schatten.

Um uns von diesem uuuuuunglaublichlen Stress an unserem Orientierungstag zu erholen beschlossen wir am Samstag wieder mal auf ein Inselchen zu fahren...man gönnt sich ja sonst nichts! Um gar keine Minute auf dem schönen Kusu Island (gesprochen: Kuschu) zu versäumen machten wir uns schon in Herrgottsfrüh auf den Weg zum Marina South Pier, wo wir mit der Fähre über St. John's Island nach Kusu gefahren sind. Kusu ist bekannt für einsame Strände, viele Schildkröten (leider nicht in natürlichem Vorkommen...aber trotzdem cool für Fotos ;)) --> POSING) und gutes Wetter.

Angekommen auf Kusu mussten wir leider zwei Dinge feststellen, dass die einzigen Touristen die sonst noch dort waren, zwei Deutsche mit Kindern waren (wie weit muss man denn noch weg, um nicht die ganze Zeit Deutsch zu hören) und der Himmel war verdächtig grau. Um uns wirklich zu versichern, dass es nicht zu regnen beginnt haben wir einen Einheimischen gefragt, ob er glaubt, dass es gleich zu regnen beginnt, worauf er in gebrochenem Singlish meinte, dass es nur 3-4 Mal pro Jahr regnet... Da der liebe Herr Wettergott aber scheinbar der Meinung ist, dass wir Europäer es gar nicht ohne Regen aushalten, hat es an diesem Tag geschlagene zwei Mal geregnet :( Trotzdem wussten wir die Sonne (die wir erwischten) gut zu nützen und haben es sogar geschafft Sonnenbrände zu bekommen, in individueller Stärke...wobei ich ungeschlagene Siegerin war.

Um die Reihe unserer tollen Wochenendsausflüge nicht abreißen zu lassen pilgerten wir am Sonntag in den Birdpark: die größte Ansammlung künstlicher Natur, die mir jemals unter die Augen gekommen ist. Es gibt dort sogar einen künstlichen Wasserfall, den zweitgrößten künstlichen Wasserfall der Welt, um genau zu sein. Von Pinguinen (auf kleinstem Raum gehalten) bis zu Pelikanen war alles zu finden...

Nachdem wir Montag wieder mal einige organisatorische Dinge an der Uni zu erledigen hatten, führte uns unser nächste Weg gleich zum Bahnhof Tanjong Pagar um unsere Tickets für unseren Ausflug nach Kuala Lumpur zu kaufen (JAAAAAAAAAA, Petronas Towers wir kommen! Und zwar nächsten Freitag!). Als verantwortungsbewusste Studenten hatten wir uns vorher natürlich sämtliche Literatur besorgt...was wir auf dem (scheinbar) ewigen Weg zum Bahnhof sehr bereuten (meine Schultern hassen mich jetzt noch).

Um es mit dem Ehrgeiz nicht zu übertreiben hatten wir dann am Montag gleich noch unsere erste (ob noch mehrere folgen ist fraglich) Wohnungsparty...die große Frage die sich uns nach gewisser Zeit stellte war: "Wo kommen bitte plötzlich die ganzen Leute her???????" ...da aber weder wesentliche Wohnungsbeschädigungen, -beschmutzungen oder nachbarschaftliche Beschwereden aufgetreten sind...wars also gar nicht schlimm.

Dienstag Nachmitag widmeten wir danach voll und ganz unseren Uni-Vorbereitungen (weil den Kursen ihr Ruf vorauseilte) und Dienstag Abend stand unter dem Motto "DAS SCHAFF MA NIE", weil Philipp von seinen ersten Kursen zurückkam und meinte, dass hier in einer Einheit soviel Stoff durchgebracht wird, wie in Österreich in einem ganzen Semester - PANIK!

Nach einem Tag, vollgestopft mit Kursen bin ich aber nun schon wesentlich klüger und entspannter, die Kurse (inkl. Vortragenden) waren eigentlich sehr gut, die Studienkollegen nett (obwohl die Singapurer nicht sehr gut sind darin offen auf "Ang Mos" zuzugehen - "Ang Mo" ist Singlish für alles Weißen) und die Workload dürfte auch tragbar sein. Da ich es auch geschafft habe grundsätzlich jedem Vortragendem aufzufallen (bewusst oder unbewusst) bin ich ziemlich zuversichtlich was meine Leistungen im kommenden Semester angeht.

Was Leistung angeht werd ich natürlich überall mein Bestes geben...heut ist Ladies Night...PARTY! Und morgen zu Mittag gehen die Vorlesungen weiter...da ich dann bis nächsten Dienstag nicht in der Stadt sein werde, und Mittwoch und Donnerstag Vorlesungen habe, auf die ich mich vorbereiten muss wird es bis zum nächsten Blog-Eintrag etwas dauern. Bitte verzeiht sämtliche Fehler in dem Text...aber das ist eine der Kategorien in der ich mehr Wert auf Quantität als auf Qualität lege....so...auf ins nächste Abenteuer!

Viele liebe Grüße in den Rest der Welt!

Wednesday, August 13, 2008

Singapur...Woche 1...eine Zusammenfassung

Zuerste einmal die Hard-Facts:
Leute, die die große Ehre haben hier ein Semester an der SMU zu verbringen:
Manuela Mayer
Lukas Landerl
Philipp Röhm
Sandra Pichler (Jep, eine Pichler kommt selten allein ;))
und noch viiiiiiieeeeele mehr, deren Namen ich hier nicht explizit nenne, weil die Liste sonst mit der Zeit endlos werden würde...aber ich würde uns jetzt mal als die Hauptdarsteller bezeichnen


Wo wir sind: Überall in Südost Asien...aber im Moment in Singapur stationiert (könnte durchaus schlimmeres geben)

Wie lang: Voraussichtlich ein Semester und zwei Wochen (damit wir dann vom Christkindi unsere Packerl in Österreich abholen können...man weiß ja nicht ob das so weit fliegen kann)...wir haben natürlich auch eine Ausnahme dabei: Lucky schert sich nicht um seine Packerl daheim und bleibt bis Mitte Januar ;)


Die erste Woche im fernen Osten war aufregend, interessant, lustig, anstrengend, eigenartig...aber vor allem war es unglaublich...unglaublich toll!

Nach unserer Ankunft in der letzten Woche haben wir schon einiges gesehen, in den ersten Tagen hat sich das zwar zu einem großen Teil auf Wohnungsanzeigen in unverständlichem Singapur-Slang und unser tolles 17er-Zimmer (JA, das ist die Anzahl der Leute die darin geschlafen haben!!!!) beschränkt...aber das hat sich durch unsere supertolle, wahnsinnsarge, total edle und unglaublich coole Wohnung ja geändert, die wir (bzw. Lukas unser SUPERHERO). Wir wohnen übrigens zu sechst: Wir haben einen Asiaten in unsere Runde aufgenommen...und bereuen es bis jetzt noch nicht...und sein Deutsch wird immer besser, er kann schon Dinge sagen wie "Ich schwitze, weil es heiß ist" und "Ich steige in den Bus ein"...unser Japanisch wir eigenartigerweiße nicht besser...warum nur?

Zu Singapur selbst ist zu sagen, dass es eine tolle Stadt ist, und in sich verschiedene Welten birgt, die nur zwei MRT-Stationen (MRT ist die U-Bahn in Singapur) auseinander liegen...man würde nie glauben, dass Little India in der gleichen Stadt sein könnte wie Clarks Quay (was "Clarky" ausgesprochen wird). Man hat also ein Zusammenspiel aus künstlicher Schönheit und exotischem Flair an jeder Ecke. Genau das entedecken wir jeden Tag und wir können nicht oft genug "des is soooo cool" sagen.

Natürlich sind nicht alles sachen "sooo cool" was zB gar nicht cool ist sind Durians...Durians sind die berühmten Stinkfrüchte, die an allen möglichen Plätzen verboten sind...jetzt wissen wir auch warum: SIE STINKEN! Jedes "Jauchenfassl" in der schönen Steiermark kann sich da sowas von verstecken...aber unsere Neugier hat uns natürlich so weit gebracht, dass wir eine probieren mussten (nachdem wir sie, in der der U-Bahn transportiert haben...was verboten ist)...und dann fanden wir etwas sehr interessantes heraus: Durians stinken nicht nur, sie schmecken auch ekelhaft...was die Asiaten aber scheinbar überhaupt nicht stört...weil es Durians an jeder Ecke zu kaufen gibt...es werden sogar Durian-Pancakes angeboten...und man riecht es überall...schlimm ist das...aber wie sagt man so schön "Wo's stinkt, da bleib ma..." und das werden wir auch die nächsten Monate machen. Die Geruchskulisse ist hier für Europäer ohnehin eher gewöhnungsbedürftig...zumindest auf Märkten...wo man von den exotischsten Früchten (die wir ALLE probieren werden) bis zu den intensivsten Gewürzen alles bekommt.

Chinatown durfte auch schon unsere Anwesenheit genießen...und wir haben auch Chinatown genossen - DAS SHOPPING PARADIES....obwohl man diesen Begriff auf ganz Singapur ausweiten kann, ich habe noch nie so viele Einkaufszentren in einer Stadt gesehen! @ Ma und Pa: BITTE GANZ VIEL GELD ÜBERWEISEN...nein, nur ein Scherz...aber falls jemand etwas zuviel Geld hat, kann ich gerne meine Bankverbindung bekanntgeben ;)

Um auch mal ein wenig Abstand vom Geld verschwenden zu nehmen haben wir uns am Sonntag einen Ausflug auf Pulau Ubin gegönnt...eine Insel im Norden von Singapur. Das Wetter wollte uns einen Strich durch die Rechnung machen, aber dem haben wirs ordentlich gezeigt...wir haben trotz Regen unsere Radtour gemacht und es war unglaublich: EINE TOUR DURCH DEN DSCHUNGEL! Wir sind unter den exotischsten Pflanzen (von Palmen bis zu lustigen Obstbäumen) durchgeradelt...und das wirklich skurile daran ist: auf dieser Insel sind Durian-Plantagen...von denen wir uns aber so fern wie möglich gehalten haben. Tja, da haben die lieben Ösis der Deutschen, dem Japaner und dem Amerikaner (das waren alles unsere Begleiter) mal gezeigt was Radlfahren heißt... :)

Da wir ja eigentlich zum Studieren da sind, mussten wir uns auch um etwas administrativen Kram kümmern...zum Beispiel darum, dass wir legal im Land bleiben dürfen (was ich wirklich nicht so unwichtig finde)...dafür zahlten wir aber einen hohen Preis...sowohl finanziell, als auch persönlich: insgesamt 3 Stunden warten im Einwanderungsbüro, in dem die Klimaanlage auf ca. 10 Grad MINUS gedreht war (wobei wir natürlich nur in unserem typischen "Flip-Flop-Shorts-Top"-Outfit unterwegs waren...wir waren sehr froh da raus zu kommen ohne uns eine Hand oder einen Fuß abgefroren zu haben. Aber Klimaanlagen sind sowieso ein eigenes Kapitel in diesem schönen Land...aber mittlerweile wird aus meiner Hassliebe den AC (Air Conditioning) schon eher Liebe ;)

So schwierig die Genehmigung unseres Aufenthalts hier war, so leicht war die Immatrikulation...perfekt durchorganisiert, und bis auf ein kleines Problem mit meinem Passwort reibunglos (ob das ihre oder meine Schuld war steht nicht fest ;)).

Was perfekte Organisation angeht sind die lieben Singapurer (Singapurner, Singapuresen...also, die die halt in Singapur leben) sowieso ganz vorn dabei, das haben sie auch an ihrem Nationalfeiertag (bzw Nationalfeierwochenende) gezeigt, wo eines der größten und beeindruckensten Feuerwerke der Welt abegfeuert wurde...tja...jetzt verabschiede ich mich also mit einem Feuerwerk...ich werd versuchen mich bald wieder zu verewigen.

Wednesday, August 6, 2008

Angekommen!

Gestern sind wir nach mehr als 16 Stunden Flug, den ersten exotischen Esserfahrungen und einem Zwischenstopp in Doha endlich angekommen...